Spiekerooger Segelclub SSC

...Wassersport auf Spiekeroog

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Start Seestern-Gedächnis-Regatta

Pressetext 2017

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Bildergebnis für anzeiger harlingerland

Spitzenzeiten vor Spiekeroog

SEGELN - Beste Bedingungen bei 60. Auflage der Seestern-Gedächtnisregatta


 
Die „Dreebeen“ war das schnellste Mehrrumpfboot.
 
Die gerechte Bewertung von Booten bei Segelregatten gestaltet sich schwierig. Kaum ein Schiff ist genau vermessen, sodass die Organisatoren auf eine Hilfsformel zurückgreifen müssen, um die Ergebnisse vergleichbar zu machen. Dafür werden die Boote nach Yardstickzahlen eingeteilt.

Je höher das Geschwindigkeitspotenzial eines Boot ist, desto niedriger ist seine Yardstickzahl. Die gesegelte Zeit wird im Anschluss durch die Yardstickzahl dividiert. Die so berechnete Zeit ist das Endergebnis.

Boote gleicher Klassen können abweichende Yardstickzahlen haben. Hier spielen unter anderem Alter, Masthöhe und Segelfläche eine Rolle.

Diskussionen über die vergebenen Yardstickzahlen sind an der Tagesordnung, da die Einteilung zum großen Teil auf Erfahrungswerten beruht. Auch wenn diese Methode nicht die genaueste ist, bleibt sie oftmals die einzige, die es erlaubt, unterschiedliche Boote bei einer Regatta nahezu gerecht gegeneinander antreten zu lassen.

Andreas Voigt verteidigt seinen Titel bei den Einrumpfbooten. Sechs Minuten schneller als vor einem Jahr.

SPIEKEROOG. Wenn ein Verein es schafft, die eigene fast 90-jährige Tradition Jahr für Jahr mit neuem Leben zu füllen, ist er auf einem guten Weg, auch die nächsten 90 Lenze problemlos zu schaffen. Dem Spiekerooger Segelclub ist genau das am Wochenende wieder eindrucksvoll gelungen. Ein klarer Beweis dafür sind die etwa 100 Boote, die bei der 60. Auflage der Seestern-Gedächtnisregatta an den Start gegangen sind. Das abwechslungsreiche Segelrevier und die professionelle Organisation sind – neben dem inzwischen legendären Regattaball – für viele Wassersportler gute Gründe, sich immer wieder der sportlichen Herausforderung vor der Nordseeinsel zu stellen. Dass die Seestern-Gedächtnisregatta weit über die Grenzen des Wattenmeers hinaus bekannt ist, zeigt ein Blick auf die Starterliste. Aus 35 Vereinen traten Segler vor Spiekeroog an.

Hatten gerade die kleinen Contender im Vorjahr schwer mit den Wetterbedingungen zu kämpfen, durften sich am Sonntag alle über beste Bedingungen freuen. Strahlender Sonnenschein und konstanter Wind um 16 Knoten sorgten für gute Stimmung bei den Teilnehmern und der Regattaleitung auf dem Startschiff. Nach der Startphase nutzten an Deck der „Fortuna“ einige die Gelegenheit, um ein wenig Sonne zu tanken. Von der knapp 120 Jahre alten Tjalk verfolgten die Verantwortlichen das Geschehen.

Zeit, um sich entspannt zurückzulehnen, hatten die Regatta-Segler hingegen nicht. Bis zum Schluss kämpften sie um Positionen und den perfekten Kurs. Dabei nutzten einige Spiekerooger ihre guten Revierkenntnisse gekonnt aus. Drei Klassensiege und der Sonderpreis für das schnellste Jugendboot gingen an Segler des gastgebenden SSC. Das schnellste Einrumpfboot kam jedoch vom Segelverein Potsdamer Adler. Andreas Voigt hatte seinen Contender perfekt im Griff und verwies Dirk Müller (SKWB, großes Bild) und Björn Eisengarten vom SSC auf die Plätze. Letzterer durfte sich mit seinem Jollenkreuzer „Albatros“ aber über den Sieg in seiner Klasse freuen. Bei den Mehrrümpfern war die „Dreebeen“ von Henning Gerken (SKHS) nicht zu bezwingen.

Pressetext aus dem Anzeiger für Harlingerland, vom 07.06.2017